...also lächelte ich, ward glücklich und es kam schlimmer.
Eine niederschmetternde Woche geht zu Ende und die nächste beginnt. Es gibt Tage im Leben, an denen man nur noch zweifelt. Nicht immer nur an sich selbst sondern vorwiegend an anderen. Tja wo fange ich an. Am besten bei den guten Sachen der Woche. Erfreulich war es als meine neue Couch zur Tür reinkam. Ich freute mich riesig. Es geht vorwärts. Bald ist das komplette Wohnzimmer fertig. Lange hat es ja gedauert zwischen der Anschaffung der Möbel über die Tapete, Teppich und zu guter Letzt die Couch. Das sollte auch alles sein, was als Gutes der Woche präsentiert werden kann. Geplant war eigentlich wesentlich mehr. Der Mann des Hauses sollte MAX heißen, er sitzt derzeit im Tierheim Leipzig und ist mein absoluter Traumhund. Ein weißer Schäferhund-Mix. Damit ihr euch ein Bild von ihm machen könnt, hier kommt er.
Das Wochenende wollte ich nutzen bei ihm vorbei zu fahren. Der Samstag war dazu schoneinmal geblockt und Uschi auf Sonntag verschoben. Doch dann das!!! Das einzige was ich brauche ist natürlich eine Bestätigung des Vermieters. Und da lag der Hase begraben. Der Vermieter erlaubt nur Pocket Hunde. Toll! Schön dass unter mir ein "großer" Hund wohnt. Gerecht ?! Tja wie man es nimmt, für mich allerdings total unverständlich. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Zumal es gar keine richtige Begründung gab. Ich bin extrem sauer, denn das war so ja nicht geplant. Erst heißt es Hund ja und wenn es dann darum geht etwas schriftlich zu bekommen sagt man einfach oh nein, das wollen wir nicht. Ich hasse sowas.
Es heißt jetzt eine neue Wohnung suchen. Stand nicht auf dem Programm aber nunja, mir bleibt nichts anderes übrig.
Samstag bin ich dann wieder zu Uschi gefahren, mal die Seele baumeln lassen und versuchen den Ärger zu vergessen. Es blieb bei einem Versuch. Traurig und enttäuscht über die Gesamtsituation habe ich aber trotzdem die Uschi nicht vernachlässigt. Gespielt wurde wie dopp und so sah ich im Anschluss auch gleich mal aus. Jede Pfütze wurde nämlich von ihr genutzt mal baden zu gehen...ohhhhhh... da wälzen wir uns im Tümpel und freuen uns nen Bauklotz, anschließend zeigen wir Yvonne auch gleich wieviel Spass das macht. Meine Hose war von der kleinen Uschi bis zur Hüfte mal mit einer Schlammpackung versehen. Wäsche ole, nunja, auf alle Fälle hatte das kleine "schwarze Monster" ihren Spaß.
Nach diesem sonnigen Nachmittag mit Uschi dachte ich allerdings, es geht bergauf. Es sollte aber nur ein guter Gedanke sein. Nach einem tollen Sonntagsspaziergang sollte mein bis dahin einigermaßen gutes Wochenende zu Ende sein. Meine Freundin schrieb mir, dass ihr Krebs nicht geheilt werden kann und sie nur noch ein paar Monate hat, sie mich aber gern nochmal sehen will. So eine Nachricht gönne ich niemanden schließlich schreibe ich hier über eine 36 jährige die eigentlich noch superschöne Jahre vorsich haben sollte und keinen Gedanken über das Sterben verschwenden sollte. Jetzt heißt es Abschied nehmen. Wie ich das machen soll weiß ich noch nicht, aber ich versuche es.
So, nun kam noch ein Wohnungsbesichtigungstermin rein... Hoffnung...Erkenntnis. Ja, eine Erkenntnis habe ich daraus gezogen. Lebe heute nicht morgen denn es ist unklar ob du morgen noch erleben wirst. Ich werde nicht mehr alles auf die lange Bank schieben, ich werde anfangen zu LEBEN all das zu tun, was mir am Herzen liegt. Nicht warten, schieben, oder gar verwerfen. LEBEN heißt jetzt und hier. Ich empfehle das allen. Du hast nur ein Leben, lebe und genieße es.
Auf eine bessere Woche....
